intermedial plus+ e.V.

  • Increase font size
  • Default font size
  • Decrease font size
Übungen

Stumm-Hörspiel

Ihr kennt sicher alle die alten Stummfilme, die Worte der Darsteller konnten damals noch nicht aufgeneommen werden.

Hier findet Ihr Hörstücke, die jeweils eine Geschichte erzählen, aber die handelnden Menschen fehlen. Ihr hört nur die Hintergrundgeräusche.

Hört Euch die Stücke mal an und übelegt, wo die Geschichte spielen könnte und was hier so alles passieren könnte!

Denkt Euch für jedes Stück eine Geschichte aus, die zu den Hintergrundgeräuschen passen könnte! Dazu ist es notwendig, sich im Kopf Bilder zu malen, die so aussehen, wie die Szenen klingen. Dann erfindet drei bis fünf Personen, die in diesen Bildern leben sollen, gebt ihnen Namen und überlegt, wie diese Personen so sind (freundlich oder böse, entspannt oder im Stress, wie reagieren sie, wenn ein anderer was sagt, sind sie mutig oder feige... )!

Versetzt Euch in diese Personen und übt zu sprechen wie sie und sagt das, was sie wohl sagen würden. Erfindet also eine eigene Geschichte zu den Hintergrundgeräuschen und übt die Rollen zu sprechen. Es werden sicher recht5 unterschiedliche Geschichten entstehen uind das ist ja gewollt. ABER Geschichten sollten schon irgendwie SPANNEND sein - sonst sind sie oft langweilig.

So könnt Ihr Euer erstes kleines Hörspiel machen!

Hörspielübung 1:

JavaScript ist deaktiviert!
Um diese Inhalte anzuzeigen, benötigen Sie einen JavaScript-fähigen Browser.

Hörspielübung 2:

JavaScript ist deaktiviert!
Um diese Inhalte anzuzeigen, benötigen Sie einen JavaScript-fähigen Browser.

Und schon nach etwas Übung gibt es die ersten zwei Ergebnisse:

JavaScript ist deaktiviert!
Um diese Inhalte anzuzeigen, benötigen Sie einen JavaScript-fähigen Browser.

JavaScript ist deaktiviert!
Um diese Inhalte anzuzeigen, benötigen Sie einen JavaScript-fähigen Browser.

 

Geräusche malen

Ein Hörspiel besteht ja nicht nur aus dem Sprechen der Leute, die befinden sich ja auch in einem Raum oder draußen, bewegen sich schnell, langsam, hektisch, ängstlich, gemütlich, verliebt, vielleicht ratlos suchend... irgendwas... All dass hören wir ja oder besser müssen es in einem Hörspiel hörbar machen. Bei enem Autounfall quoietschen die Reifen es kracht, dann kommt Tatü-Tata, Menschen werden im Hintergrund murmel. In einem Hafen wird man Kräne hören, die Wellen schlagen an die Kaimauer, vielleicht bläst gerade ein Nebelhorn eines Schiffes, ein Schlepper fährt vorbei, Möwen schreien... Erst das macht ein Hörspiel lebendig und lässt uns als Zuhörer eintauchen in eine Szene, in eine konkrete Situation.

Probiert es selber mal, einzelne Geräusche zu erzeugen!

Einfache Geräusche für den Anfang wären:

  • Das Tuten (die Sirene) eines Schiffes, sucht eine guten Ton, der sollte von ganz unten aus dem Bauch kommen und lange und gleichmäßig anhalten (viel Luft holen und diese langsam und gleichmäßig kräftig·in den Ton fließen lassen). Mit der Veränderung der Mikrofonposition könnt Ihr das Schiff sogar richtig fahren lassen: von der Ferne heran oder von links nach rechts.
  • Recht einfach ist auch ein vorbei fliegendes Düsenflugzeug: Besorgt Euch ein paar Blätter Papier, oder auch Zeitung, zerreist die Seiten der Länge nach und nehmt das Geräusch auf. Wechselt dann mal das Tempo oder die Paierstärke, je nach dem, wie schnell die Kiste sein soll. Ein reasanter Jet!
  • Versucht auch mal Tiergeräusche, aber nicht wie im Comic, sondern versucht sie mal wie echt: Eine Kuh macht ja nicht "Muh", sondern irgendwie anders, da ist so ein Singsang drin, eine Melodie, oder eine Ziege macht nicht "Mäh", auch sie singt, hat eine Stimme.
  • Schwieriger sind schon Schritte: Jeder Mensch hat sein eigenes Tempo, seinen eigenen Rhytmus. Aber wir laufen auch mal entspannt oder eilig, gehetzt oder zielstrebig, jedenfalls immer anders. Und wir laufen auch auf unterschiedlichen Untergründen, mal auf Holzboden, mal auf Sand oder Schotter, Teppich oder Straße. Mal haben wir harte Schuhe an mal weiche, manche laufen barfuß (ich zum Beispiel) - alles klingt anders... Noch dazu kommt, kein Schritt klingt wie ein anderer, wir setzen die Füße anders auf, der Untergrund ändert sich etwas (z.B. unterschiedliche Holzbohlen, Steinchen auf dem Fußweg, ein Ästchen im Wald...) UND kein Schritt ist genauso schnell wie ein anderer. Beobachtet Euch mal, Ihr werdet es merken, wir eiern immer ein bisschen, links-rechts, ein Riss im Fußweg, Hundekacke, ein Bilck hierhin, einer dahin, klingelt bald mein Handy? Immer verändern wir auch unsere Körperhaltung·ohne es bewusst wahrzunehmen. Eine hilfreiche Unterstützung ist, Euch vor der Aufnahme in ei8ne Rythmus einzuschwingen, mit dem Armen, dem Oberkörper mit der Hüfte schwingen und recht schnell stellt sich Eurer innere Takt auf ein Tempo ein.

Schwere Übung, aber wichtig das zu lernen.

  • Noch eine leichte: Es gibt solche Knistertüten, da war vielleicht Konfekt drin oder andere Süßigkeiten. Die sind so'n biss'l härter als z.B. Müll-, Aldi- oder Schnittentüten. Damit könnt Ihr ein ungefährliches Lagergfeuer machen, es knistert, aber auch hier müsst den Rhytmus finden, auf keinem Fall gleichmäßig knistern! Mal ist ein Ast noch feucht, ein anderer trocken, mal sprüht das Feuer regelrecht, mal glimmt es eher. Ihr könnt mit Eurem Tempo und der Stärke des Knisterns dem Feuer ein eigenes Leben geben: Klein, groß, lebendig oder faul, heiß oder nur eine wenig warm.

 

Viel Spaß beim Hören lernen und Geräusche malen.